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Livestreams bei Ihrer VHS Rur-Eifel

Hier finden Sie hochkarätige kostenfreie Vorträge von Experten aus Wissenschaft und Gesellschaft, die Sie digital verfolgen können. Zu den anschließenden live-Diskussionen sind Sie herzlich eingeladen.


Dienstag, 29. September 2020, 19:30 Uhr
Referent: Hubert Wetzel, USA-Korrespondent der SZ
Die USA vor der Wahl – und am Abgrund?

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung statt.

Fordern Sie den kostenfreien Zugangslink per mail an vhs-rur-eifel(at)dueren.de bis spätestens 15:30 am Veranstaltungstag mit dem Veranstaltungstitel, Veranstaltungsdatum und Ihrem Namen an.


Fr. 2.10.2020, 19:30 Uhr
Referent: Jörg Hacker
Pandemien - Corona und die neuen globalen Infektionskrankheiten

Pandemien, die länder- und kontinentübergreifende Ausbreitung von ansteckenden Krankheiten, sind eine dunkle Seite der Globalisierung, insbesondere des internationalen Flugtourismus. Schon vor dem Aufkommen des neuen Corona-Virus war das bei einer ganzen Reihe von Infektionskrankheiten der Fall; Cholera, HIV (Aids), Influenza, Neue Grippe und Zikafieber sind prominente Beispiele. Mit Blick auf die aktuelle Situation werden im Vortrag die Strategien zur Eindämmung von Pandemien sowie ihre Auswirkungen auf Wirtschaft, Politik und die Teilhabe am öffentlichen Leben erläutert. Lässt sich ein bislang unbekanntes Virus überhaupt aufhalten oder ist es nur eine Frage der Zeit, bis 60 Prozent und mehr der Bevölkerung angesteckt sind? Was kann der Einzelne tun oder ist er machtlos? Wie weit darf ein demokratischer Staat die Grundvoraussetzungen gesellschaftlichen Lebens außer Kraft setzen, um die Gesundheit der Bevölkerung zu erhalten? Und nicht zuletzt: Lassen sich Pandemien zukünftig vermeiden?   

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Mi. 14.10.2020, 19:30 Uhr
Referentin: Prof. Kathleem Wermke
Von Melodien zu Wörtern: Wie Babys Sprache(n) lernen

Babys unterscheiden sich von unseren nächsten Vorfahren, den Affen, dadurch, dass sie die angeborenen Fähigkeit zum Erlernen von Sprache besitzen.

Babys können jede Sprache der Welt erlernen, unabhängig davon, wie komplex sie ist. Im Unterschied zu Erwachsenen können Babys auch scheinbar mühelos zwei und mehr Sprachen erwerben.  Die Muttersprache hinterlässt bereits vor der Geburt Spuren im Gehirn, die sich dann in den Melodien der Weinlaute Neugeborener zeigen. Die Sprachentwicklung beginnt "musikalisch", mit einer gerichteten Veränderung der Melodieformen im Weinen in den ersten 2-3 Monaten. In den neuartigen Lautäußerungen ab dem 2. Lebensmonat werden diese frühen Erfahrungen aufgegriffen und weiterentwickelt.

Weinen Mädchen anders als Jungen? Wie werden aus ersten Artikulationsbewegungen Silben? Was verbindet die Sprachentwicklung von Babys mit dem Gesangerlernen junger Singvögel? Welchen medizin-diagnostischen Wert haben Babylautanalysen? Was können Eltern tun, damit Babys Sprache(n) besser lernen?

Der Vortrag wird den Beginn der Sprachentwicklung im ersten Lebensjahr anhand von Ton- und Videobeispielen erläutern.


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Dienstag, 27. Oktober 2020
SZ-Reihe, Thema folgt

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung statt.


29.10.2020, 19:30 Uhr
Referent: Prof. Gerhard Reese
Wandel' Dich, nicht das Klima

Der Klimawandel gilt gemeinhin als eine der großen Herausforderungen, vor denen die Menschheit steht. Um den Klimawandel abzumildern und die Konsequenzen des Klimawandels abfedern zu können, bedarf es kollektiver Anstrengungen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Jede/r Einzelne ist gefragt - und kann auch antworten! In diesem Vortrag soll es darum gehen, wie unser alltägliches Handeln und Nichthandeln zum Klimawandel beiträgt und welche psychologischen und gesellschaftlichen Mechanismen uns motivieren, etwas zu ändern.

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Do. 5.11.2020, 19:30
Mit Prof. Stephan Bierling
Kommentar und Diskussion zum Ergebnis der Präsidentschaftswahl in den USA

Die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2020 ist für den 3. November 2020 vorgesehen. Stephan Bierling wird sie für uns kommentieren.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Hans-Seidel Stiftung statt.

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Do. 12.11.2020, 19:30 Uhr
Referent: PD Dr. Caspar Battegay
Die Erfindung des (jüdischen) Essens: Popkultur, Ernährung, Identität

Warum wurden in der Corona-Krise so viele Konserven, Mehl und Zucker gekauft - obwohl die Versorgungssicherheit nie gefährdet war? Offenbar weisen bestimmte Nahrungsmittel über ihren Nährwert hinaus auch kulturelle Werte auf: Essen kann solide wirken und Sicherheit suggerieren - oder zum „Soul Food" werden. Der französische Theoretiker Roland Barthes nannte die Ernährung ein „System der Kommunikation, ein Korpus von Bildern, eine Gebrauchsanordnung, ein System der Situationen und Verhaltensweisen“. Für Barthes ist das Essen ein Zeichen, das sich lesen lässt. Der Vortrag erläutert in einem ersten Schritt solche und andere theoretischen Annäherungen an das allgegenwärtige "Kulturthema Essen" (Alois Wierlacher). In einem zweiten Schritt werden wir danach fragen, warum jemand eine bestimmte Speise als „jüdisch“ wahrnimmt: Was ist an Pastrami, Bagels und gefillte Fisch jüdisch? Dabei werden wir auf popkulturelle Kontexte, aber auch auf Gegenwartsliteratur eingehen.

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Fr. 20.11.2020, 19:30 Uhr
Referent: Prof. Thomas Pogge
Gerechtigkeit und Gesundheit - wie kann die Pharmaforschung allen zugutekommen?

Arzneimittel gehören zu den größten Errungenschaften der Menschheit. Sie haben zu dramatischen Verbesserungen von Gesundheit und Langlebigkeit sowie zu enormen Kosteneinsparungen durch weniger Krankheitstage und Krankenhausaufenthalte beigetragen. Der globale Markt für Arzneimittel hat derzeit einen Wert von jährlich 1.430 Milliarden Dollar. Rund 800 Milliarden Dollar entfallen dabei auf Markenprodukte, die in der Regel patentgeschützt sind und dadurch sehr teuer verkauft werden können. Die Pharmaindustrie rechtfertigt ihre hohen Produktpreise durch die entstandenen Kosten bei der Forschung und Entwicklung der Arzneimittel. Für ärmere Gesellschaften sind diese hohen Preise oft nicht zu zahlen. Wie könnte eine Lösung aussehen, die einerseits der Industrie genügend Anreize gibt, Forschung zu betreiben und anschließend die Medikamente anschließend zu einem deutlich niedrigeren Preis anzubieten? Thomas Pogge stellt anhand des Health Impact Fund eine mögliche Lösung vor.

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Die 24. November, 19:30 Uhr
Mit Hanno Charisius und Berit Uhlmann (SZ-Wissen)
Corona und die Folgen

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung statt.

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Di. 1.12.2020, 19:30 Uhr
Referent: Prof. Michael Butter
Verschwörungstheorien: Charakteristika - Funktionen – Folgen

Verschwörungstheorien sind derzeit in aller Munde und scheinbar überall. Doch was macht eigentlich eine Verschwörungstheorie aus, und warum glauben Menschen an sie? Haben Verschwörungstheorien in den letzten Jahren zugenommen, oder sind sie durch das Internet nur sichtbarer geworden? Kehren sie langsam in die Mitte der Gesellschaft zurück? Und warum sind sie unter den Anhängern der neuen populistischen Bewegungen so verbreitet? Ist das gefährlich für unsere Demokratie, und was kann man dagegen tun? Anhand aktueller und historischer Beispiele wird der Vortrag in das Wesen und die Wirkung des konspirationistischen Denkens einführen.

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Do. 10.12, 19:30 Uhr
Referent: Prof. Jan Assmann
Das Zeitalter des Glaubens

Das Zeitalter des Glaubens. Aufstieg und Niedergang der uns vertrauten Form von Religion

Das „Zeitalter des Glaubens“ begann mit der Emanzipation der Religion vom Staat um 500 v.Chr. im frühen Judentum und begann zu verblassen mit der Emanzipation des Staates von der Religion im 18. und 19. Jh. Diese Geschichte behandelt der Vortrag aus dem Gesichtspunkt der Ägyptologie, die es mit einer Kultur zu tun hat, die dem Zeitalter des Glaubens vorausging und deren Wiederentdeckung seit der Renaissance zum Ende dieses Zeitalters beiträgt.

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Dienstag, 15. Dezember
Mit Lena Kampf und Georg Mascolo
Journalismus statt Panik – von der besonderen Aufgabe und Verantwortung der Medien in besonderen Zeiten

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung statt.

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Di 12.1. 2021 · 19:30–21:00 Uhr
REFERENT: PROF. DR. THOMAS BAUER
Auf der Suche nach Eindeutigkeit. Wie die Flucht vor Ambiguität Gesellschaft und Kultur verändert (copy 2)

Während die Welt immer komplexer wird, ist gleichzeitig - nicht nur in westlichen Gesellschaften - ein Rückgang an Ambiguitätstoleranz festzustellen. Die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten, Ungewissheiten zu ertragen, andere Sichtweisen gelten zu lassen, ist offensichtlich weltweit im Schwinden begriffen. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Gesellschaft, etwa auf die Akzeptanz von Demokratie, sondern auch auf jene Bereiche der Kultur, die auf Ambiguitätstoleranz angewiesen sind, ja dazu beitragen könnten diese in der Gesellschaft zu stärken wie Theater, Kunst und Musik. Auch ein auf möglichst schnelle und effiziente Ausbildung gerichtetes Bildungssystem lässt immer weniger Raum für spielerische Kreativität.

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Fr. 15.01.2021, 19:30 Uhr
Referent: Prof. Thomas Bauer
Warum es kein islamisches Mittelalter gab - Das Erbe der Antike und der Orient

Dem Islam wird gerne vorgeworfen, er sei im Mittelalter stecken geblieben. Was aber, wenn es gar kein islamisches Mittelalter gab? Thomas Bauer zeigt an zahlreichen Beispielen, wie in der islamischen Welt die antike Zivilisation mit florierenden Städten und Wissenschaften weiterlebte, während im mittelalterlichen Europa nur noch Ruinen an eine untergegangene Kultur erinnerten.
Jahrhundertelang waren im Orient die antiken Städte lebendig, mit Bädern, Kirchen, Moscheen und anderen steinernen Großbauten, während sie in Europa zu Ruinen verfielen. Ärzte führten die Medizin Galens fort, Naturwissenschaften und Liebesdichtung blühten auf. Kupfermünzen, Dachziegel, Glas: Im Alltag des Orients gab es lauter antike Errungenschaften, die Mitteleuropäer erst zu Beginn der Neuzeit (wieder) neu entdeckten. Thomas Bauer schildert in dem Vortrag, wie die antike Kultur von al-Andalus über Nordafrika und Syrien bis Persien fortlebte und warum das 11. Jahrhundert in ganz Eurasien, vom Hindukusch bis Westeuropa, eine Zäsur bildet, auf die in der islamischen Welt bald die Neuzeit folgte. Er widerlegt damit überzeugend die eingespielten Epochengrenzen und rückt eingefahrene Sichtweisen auf Orient und Okzident zurecht.  

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